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Kanumarathon 2016

Zum 23. Mal war es soweit, unser weltberühmter (hust …) Kanumarathon stand an. Auf dem Wege zur Silberhochzeitsaustragung in 2 Jahren hatten wir unser gesamtes verfügbares Personal mobilisiert, um für Starter und Gäste einen schönen Paddeltag anzubieten.

Unsere neuen und ultra-festen Sitzbänke nebst Tischen waren aufgebaut und auch der Imbissstand  war sofort einsatzbereit. So langsam füllte sich unser Gelände mit Menschen, Autos und natürlich Kanus. Es sei hier nicht verschwiegen, daß noch relativ viel Grasfläche zu sehen war. So 1-2 Starter (oder vielleicht auch 20) mehr hätten wir noch ins Starterfeld quetschen können. Der Effekt der zeitgleich stattfindenden Rennen beim 1000-Seen-Marathon ist vermutlich nicht ganz weg zu diskutieren.

 

Sei es drum, bei uns vor Ort herrschte jedenfalls gut gelaunte Betriebsamkeit und die angehenden Starter bereiteten sich mit sicherlich verschieden stark ausgeprägten sportlichen Ambitionen auf die Rennen vor.

 

Den Anfang um 12:00 Uhr machten die Langstreckenstarter über 29 km. Hier gingen sämtliche Klassen zeitgleich auf die Strecke und schwenkten erstmal in den Beetzsee. Dort wurde der Hühnensteig, bei uns deutlich besser bekannt unter „Acapulco“, umrundet und dann der Silokanal unter den Bug genommen. Hier kam eine ganz leichte Brise von vorne und 5 km später öffnete sich der Blick auf Quenzsee und Plauer See. Die meisten Starter dürften sich dort schon ausgekannt haben, denn die dann folgende Umrundung aller Inseln dürfte Ortsunkundige doch vor gewisse Probleme stellen. Es ist da so direkt auf Wasserhöhe doch recht unübersichtlich, denn man erkennt als Neuling eigentlich nicht, was gewöhnliches Ufer und was Insel ist. Aber auch dafür war vorgesorgt, denn unser Org-Team leitete hier bei Bedarf vom Motorboot aus ein.

 

Während also die 29er bereits fleissig paddelten, startete der „faule“ Rest der Kurzstreckler um 13:00 Uhr. Diese ließen dann den Beetzsee aus und genossen gleich die grandiose Kulisse des Silokanals (jaja, der ist wirklich etwas gleichförmig gebaut). Auf dem Quenzsse mussten sie sich dann gleich etwas nach links halten, um zur Haveleinfahrt am Leuchtturm zu gelangen. Gerade in diesem Bereich waren die fahrttechnisch größten Hindernisse aufgetürmt. Durch das niedrige Wasser fühlte man sich zum einen an den Flachstellen magnetisch gebremst und noch bedeutsamer: Wasserpest und ähnliches Gezeugs wuchern inzwischen in solchen Massen, daß man als Paddler schon Probleme kriegen kann. Zum Einen kann man einen prima Bremsfallschirm ansammeln und muss diesen durch Rückwärtsfahren (keine Angst, ich spreche nicht vom Rudern) wieder abschütteln. Selbiges ist dem Sportfreund Dilling passiert, der spätestens da im Kampf um den Tagessieg der Männer über 17km die Segel steichen musste.

Noch etwas härter traf es einen weiteren Kanuten (Name ist mir leider nicht bekannt), der kraftvoll mit dem Paddel in so einen Busch griff und dann zur unvollendeten Eskimo-Rolle ansetzte. Zum Glück war es warm und der Wind spielte auch keine Rolle.

 

Bei den Rennen selbst war es natürlich den übersichtlichen Starterfeldern geschuldet, daß es nicht überall herzinfarktauslösende Endkämpfe gab, aber eine Ausnahme gab es hier irgendwie schon. Das kleine aber feine Starterfeld der Männer im K1 über 29 km lieferte eine relativ knappe Entscheidung. Der auch überregional immer wieder mal vorne anzutreffende Stefan Kroschinsky aus Rathenow blieb mit starken 2:40 h letztlich auch „nur“ 6 Minuten vor Platz 4. Platz 2 erkämpfte hier Sascha Kahrau (2:44) vor Guido Bertz von den Gastgebern (2:46). Mit nur 45 Sekunden dahinter blieb für Mathias Gaul-Schüler trotz der wirklich tollen Leistung leider nur Blech. Jedenfalls hatte die ganze Sache hier schon durchaus ambitionierten Charakter.

 

Respektabel waren aber am Ende alle Leistungen und mir als Schreiberling und natürlich Kurzstreckenstarter ist es jedes Mal ein Rätsel, wie die 29er das mit ihrem Sitzfleisch hinkriegen.

 

Im Ziel gab es dann selbstverständlich unsere berühmte Linsensuppe (aus selbst geöffneten Konserven!), wobei wir eventuell in Zukunft auf Kaltschale umschwenken können, wenn das weiter so ein warmer Wetter gibt.

 

Die recht schwungvoll und zügig durchgeführte Siegerehrung brachte für die Sieger und Platzierten wasserdichte Urkunden (ja, wirklich) und Räucherfisch bzw. Sekt. Geehrt wurde hier auch noch der älteste Teilnehmer Manfred Rehberg, der mit sagenhaften 79 Jahren sagenhaft stark gepaddelt ist.

 

Dann lichteten sich so langsam die Reihen und der Grill wurde in Stellung gebracht. Bei Gebratenem und Getränken (war wohl vereinzelt auch %iges drin) klang dann ein wirklich schöner Tag unter freiem Himmel aus.

 

 

Wir bedanken uns bei unseren freiwilligen Helfern, unserem Sponsor (Reha-Klinik Vitalis) und natürlich den Startern. Wenn es euch gefallen hat, dann erzählt es gerne weiter und wenn es Verbesserungsvorschläge gibt, dann lasst uns das unbedingt wissen.

 

Bis zum nächsten Mal,

Eure Süd-Kanuten

 

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